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Schweiz ohne Schweiz. Alpenlose Landschaften PDF Drucken E-Mail

Plakat zur Ausstellung "Schweiz ohne Schweiz. Alpenlose Landschaften"4. Juli bis 26. September 2010


Seit jeher prägen die Alpen die Vorstellungen von der Schweiz. Sie sind ein elementarer Identifikationsmassstab für das nationale Selbstverständnis des Landes. Während der zurückliegenden Jahre und Jahrzehnte haben zahlreiche Ausstellungen die Bedeutung der Alpen in der Schweizer Kunst hervorgehoben und historisch aufgearbeitet, dadurch aber auch dazu beigetragen, das bestehende Klischee weiter zu festigen. Aber besteht die Schweiz tatsächlich nur aus Alpen, oder existiert eine Schweiz auch jenseits der weissen Berge?

Zieht man die Alpen von der Schweiz einmal ab, zeigt sich ein stattliches Landschaftsband, das vom Bodensee, über den Rheinfall, das ausgedehnte Mittelland, den Jura, das See- und Waadtland bis hinab zum Genfersee reicht. Die Ausstellung fragt erstmals explizit und in einem geografischen Zusammenhang nach der Schweizer Landschaft und ihrer künstlerischen Darstellung jenseits des alpinen Raumes. Ausstellung und Publikation wollen nicht an der Schönheit der Alpen rütteln, aber das geläufige Klischee hinterfragen und den Charme anderer Landschaften ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Somit vermittelt die „Schweiz ohne Schweiz“ ein anderes, weniger bekanntes Bild der Schweiz. Eine Hommage an die Vielfalt alpenloser Landschaften und an die konzentrierte Aufmerksamkeit der Kunstschaffenden diesen Orten gegenüber.

Die Ausstellung umfasst rund 100 Gemälde und Fotografien aus Schweizer Kunstmuseen, Privatbesitz, Künstlerateliers und der Sammlung des Museums zu Allerheiligen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Unabhängig vom geografischen Ort und der Entstehungszeit der Kunstwerke bilden verschiedene Themen die Kapitel der Ausstellung. Wie ein roter Faden ziehen sie sich durch die Jahrhunderte hindurch und erlauben den unmittelbaren Vergleich über die Grenzen der Epochen hinweg, der erstaunliche Parallelen der Landschaftsauffassung und somit der Befindlichkeit des Menschen in der Natur erkennen lässt. Schönheit, Magie oder Transzendenz sind durch die Jahrhunderte hindurch virulent und beschäftigen vielfach gebrochen insbesondere auch zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler. In der Wahrnehmung der Kunstschaffenden haben die Landschaften ausserhalb des Alpenraums bis heute nichts von ihrer Faszination verloren, im Gegenteil, die Sondierung sowohl romantischer als auch urbaner Facetten des Landschaftlichen sind seit einigen Jahren von erstaunlicher Aktualität und Relevanz.

Die Ausstellung zeigt Arbeiten von einigen der bedeutendsten Schweizer Kunstschaffenden ihrer Zeit, darunter: Felix Meyer, Leonhard Trippel, Johann Jakob Schalch, Robert Zünd,  Ferdinand Hodler, Cuno Amiet, Adolf Dietrich oder Max Gubler sowie der nahe der Schweizer Grenze lebende Otto Dix. Die Gegenwartskunst ist beispielsweise vertreten mit Werken von: Peter Fischli/David Weiss, Cécile Wick, Monica Studer/Christoph van den Berg, Pascal Danz, Daniela Keiser, Klodin Erb, Christian Schwager, Christoph Schreiber, Collectif Fact, oder Annaïk Lou Pitteloud.


Besucherinformationen zum Herunterladen (PDF)

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Publikation

Eine umfangreiche Begleitpublikation dokumentiert die Werke der Ausstellung und gibt vertieften Einblick in die Thematik. Texte von Markus Stegmann und Manuela Reissmann, ca. 160 Seiten, ca. 75 Farbabbildungen, Hardcover mit Schutzumschlag, Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich, 48.- Fr. in der Ausstellung (36.- Fr. für Mitglieder des Kunstvereins Schaffhausen).


Gespräche

Mittwoch, 7. Juli 2010, 12.30 Uhr
Die Schweiz von unten
Gespräch mit Iwan Stössel-Sittig, Geologe, Leiter Abteilung Umweltschutz Kanton Schaffhausen, und Manuela Reissmann

Mittwoch, 28. Juli 2010, 12.30 Uhr
Rheinfall oder Matterhorn?
Gespräch mit Beat Hedinger, Direktor Schaffhauserland Tourismus, und Marc Munter

Mittwoch, 18. August 2010, 12.30 Uhr
Die Schweiz, ein hoffnungsloser Siedlungsbrei?
Gespräch mit Benedikt Loderer, Stadtwanderer, und Markus Stegmann

Mittwoch, 15. September 2010, 12.30 Uhr
Mittelmass im Mittelland?
Lesung von Guy Krneta, Autor, und anschliessend Gespräch mit Markus Stegmann


Öffentliche Führungen

Donnerstag, 8. Juli 2010, 18.30 Uhr
Magische Landschaften
Markus Stegmann

Sonntag, 18. Juli 2010, 11.30 Uhr
Die schöne Schweiz
Marc Munter

Sonntag, 8. August 2010, 11.30 Uhr
Die verschwundene Schweiz
Manuela Reissmann

Mittwoch, 1. September 2010, 12.30 Uhr
Wasser und Luft
Markus Stegmann

Mittwoch, 8. September 2010, 12.30 Uhr
Langweilige Landstriche?
Manuela Reissmann

Sonntag, 26. September 2010, 11.30 Uhr
Schweiz ohne Schweiz
Marc Munter

Weitere Führungen auf Anfrage, Tel. +41 52 633 07 77

Schulen

Für Lehrkräfte haben wir spezielle Informationen zusammengestellt. Workshops für Schulklassen auf Anfrage, Tel. +41 52 633 07 77

 

Sommer-Kunstakademie für Kinder und Jugendliche

Für kunstinteressierte Kinder und Jugendliche, die in den Sommerferien gerne etwas Neues lernen, sehen und ausprobieren möchten, bieten wir in den Sommerferien erstmals eine Sommer-Kunstakademie an.

Mehr Informationen finden Sie hier.


Link zum Medienmaterial

Für die finanzielle Unterstützung von Ausstellung und Publikation danken wir dem Kunstverein Schaffhausen, der Sturzenegger-Stiftung Schaffhausen, der Pro Helvetia, der Schaffhauser Kantonalbank, der Ernst Göhner-Stiftung Zug und der IWC Schaffhausen.